Montag, 5. März 2018

Arm gegen arm!

Die Tafeln sind inzwischen in fast aller Munde, sogar die Bundeskanzlerin nahm Stellung, Kategorisierungen in Deutsche und Nichtdeutsche seien zu unterlassen. Aber auch:


"Die Bundeskanzlerin hat immer wieder gesagt, dass die Millionen von Ehrenamtlichen ein wahrer Schatz für die Bevölkerung sind“, so Herr Seibert, Sprecher der Regierung! 

Das sehe ich ebenso. Die Tafeln verwerten nicht nur das weiter, was leistungsfähigere Bürger dieser Gesellschaft zu kaufen ablehnen, sie bieten auch Rentnern und Arbeitslosen, Migranten und Neubürgern, Obdachlosen und Kranken eine schöne Möglichkeit, hier und dort einige Euro zu sparen. 

Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen nicht sonderlich hoch, Frau Merkel dazu laut "Süddeutscher Zeitung":

"Heute, gerade gestern oder vorgestern... vor ein paar Tagen ... na ja, Ende des Monats, Anfang des ... also, die letzten Mai-, äh, März-, äh, Apriltage ... mein Gott." 

aber es gibt die bedauerlich hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen mit der Neigung sich zu überschulden und für die ist die Tafel ein Segen.

Dass nun junge, dass dynamische Migranten auch von den Tafeln in Deutschland profitieren wollen und dabei hier und dort ältere Damen mit ihrem Rollator zu Fall kommen, sollten wir weniger als Integrationsdefizit sondern als Gär- und Nährboden des kulturellen Zusammenwachsens betrachten.

Denjenigen, denen es heute nicht so gut geht, wird es in Zukunft noch schlechter gehen. 

Das sollte man aber niemandem von einem Tag auf den anderen zumuten, sondern die Menschen langsam darauf vorbereiten, dass die Leistungen eines Sozialstaates nicht unerschöpflich und wenn das heute noch bei vielen von oben herab gesehen wird: Hunger war zu allen Zeiten der beste Koch.

Die Schwachen müssen lernen die neuen Lasten - auch durch die Zuwanderung - mit zu schultern und damit einen solidarischen Beitrag für diese Gesellschaft zu leisten.

Sozialstaat ist nicht gleich Hängematte! Unsere Großeltern hätten sich gefreut, wenn sie hätten gehabt durch ehrliche Arbeit, was heute Hartz IV-Empfänger ohne Gegenleistung monatlich überwiesen bekommen.

Darum sage ich: Konkurrenz belebt den Überlebenskampf, je mehr Mitbürger sich um Reste bei den Tafeln "rangeln", umso besser folglich die Auslese, denn "survival of the fittest" hat uns Menschen hervorgebracht: der Kampf um´s Essen, einfach gesprochen, hat uns Menschen zu dem gemacht, was Friedensreich Hundertwasser einmal so formulierte: